Pampers führt offenen Krieg gegen Blogger

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Pampers führt offenen Krieg gegen Blogger

Beitragvon S T E F F I » 24. Mai 2010, 16:24

Besorgte Eltern fordern im Internet den Rückruf von Pampers-Windeln mit der "Dry-Max-Technologie".
Sie werfen Procter&Gamble vor, gewusst zu haben, dass Babys von den neuen Windeln Ausschläge und Verätzungen bekommen können. P&G bezeichnet die Vorwürfe als "vollkommen falsch" – und geht damit ein Risiko ein.


Der Konsumgüterhersteller Procter&Gamble Co. führt mit seiner Öffentlichkeitsarbeit einen Krieg gegen Blogger. Eltern fordern im Internet den Rückruf von Pampers-Windeln mit Dry-Max-Technologie, die sie als nicht sicher empfinden. Am 3. Mai hat die US-Verbraucherschutzbehörde eine Untersuchung von Beschwerden eingeleitet,
dass die neueste Variante der von Procter& Gamble hergestellten Pampers-Windeln Hautausschläge und Verätzungen hervorruft. Das Unternehmen bestreitet dies. Bloggende Eltern können Unternehmen, über die sie
sich ärgern, schaden, warnt Jackie Huba, Leiterin der Strategieberatung Ant’s Eye View, in Austin, Texas. Nicht
bewiesene Behauptungen aus Internet-Blogs können sich im Netz vermehren und sehr weit ausbreiten,
erläutert sie. „Viele Marken haben Angst vor den bloggenden Müttern“, weiß Huba. „Die Social Media sind
wie ein riesiger Strom an Mundpropaganda. Der Ärger der Mütter verbreitet sich über die ganze Welt.
Für P&G ist das gefährlich. Der Ruf ist sehr wichtig für das Unternehmen, weil Pampers mit billigeren Nachahmerprodukten konkurriert.“ Immerhin kommt die Marke Pampers auf einen Umsatz von
neun Mrd. Dollar jährlich. Inzwischen wurden zwei Klagen gegen P&G eingereicht, die die Anerkennung als
Sammelklage anstreben. Die Kläger werfen dem Konzern vor, er „wusste oder hätte wissen sollen,
dass es bei Pampers mit Dry-Max-Ausstattung möglich war und in vielen Fällen auch tatsächlich passiert ist,
dass Babys und Kleinkinder durch schwere Ausschläge, Blasen, Verätzungen, Infektionen und/oder
andere Beschwerden Schäden erlitten haben“. Die Klagenden streben neben dem Sammelklage-Status auch
die Übernahme der für die Behandlung von Ausschlägen entstandenen Kosten an. Außerdem soll P&G
sicherstellen, dass die angesprochenen Probleme mit den Windeln nicht mehr auftreten.
P&G veröffentlichte als Reaktion eine Stellungnahme, in der das Unternehmen sein Mitgefühl mit den Eltern
betont, die den Windelausschlag des Nachwuchses behandeln müssen. Gleichzeitig erklärt es jedoch, die in
der Klage aufgestellten Behauptungen seien „vollkommen falsch“. Public-Relations-Expertin Huba hält das für
keine gute Strategie. P&G hätte den Müttern das Gefühl geben müssen, dass ihnen jemand zuhört,
erläutert sie. Indem das Unternehmen die Vorwürfe als „vollkommen falsch“ bezeichnete,
habe es seine Kunden praktisch als Lügner beschimpft, so Huba. „Ich wünschte mir,
ein Mitarbeiter von P&G würde im Internet erklären, was sie tun und wie sie auf das Problem reagieren.“

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Solange Menschen denken, daß Tiere nicht fühlen können;
müssen Tiere fühlen, daß Menschen nicht denken können!

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