Sensation erstmals Geburt im Kernspin aufgezeichnet

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Sensation erstmals Geburt im Kernspin aufgezeichnet

Beitragvon S T E F F I » 9. Dez 2010, 22:13

Sensation an Berliner Charité
Erstmals Geburt im Kernspin aufgezeichnet

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Durch die Kernspin konnte erstmals eine Geburt aufgezeichnet werden.
Im Bild ist das Kind im Geburtskanal unmittelbar vor der Geburt zu sehen

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Frontalansicht vom Kopf des Babys in der Beckebene.
Mit den Aufnahmen des neuartigen MRT will die Forschergruppe historische Vorstellungen
vom Geburtsvorgang und des Bewegungen des ungeborenen Kindes überprüfen

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Diese Aufnahme zeigt die Nachgeburt im Bauch der frischgebacken Mutter

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Zwei Jahre haben Wissenschaftler der Carité an einem offenen Hochfeld-MRT gearbeitet. Die offene Bauweise ermöglicht einen einfachen Zugang zu Mutter und Kind

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Der offene Kernspintomograph ermöglicht es,
dass die Hebamme und Geburtsmediziner direkten Zugriff auf die werdende Mutter haben.
Die Aufnahmen des MRT können parallel dazu durch ein Fenster in der Wand angesehen werden

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Hier der Blick auf die Aufnahmen des MRT aus Sicht der Hebamme

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Das Team um Projektleiter Felix Güttler (vorne links) und Dr. Ulf Teichgräber (Mitte, stehend)
war sehr zufrieden mit der ersten Aufzeichnung einer Geburt


Weltpremiere an der Charité: Einem Team aus Geburtsmedizinern und Radiologen ist es erstmals gelungen,
die Geburt eines Kindes via Kernspintomograph (MRT) komplett aufzuzeichnen.

Einzigartige Bilder vom Körperinneren der Mutter und der Bewegung des Babys im Geburtskanal
bis zum Austritt des Kopfes konnten so dokumentiert werden.
Die Geburt verlief ohne Komplikationen, Mutter und Kind geht es gut.

Die Mutter lag während der Entbindung in einem speziellen offenen MRT- Gerät,
so dass sie etwas Bewegungsfreiheit hatte und die Geburtshelfer an sie heran konnten.

„Es war eine Bilderbuchgeburt. Und wir haben alle Details,
von denen wir bislang nur durch Tastuntersuchungen wussten,
genau sehen können, berichtete der Gynäkologe Prof. Ernst Beinder.

Zwei Jahre Forschungsarbeit gingen dieser gelungen Aufzeichnung voraus.
Dabei entstand unter anderem ein neuartiger Überwachungsmonitor,
der die Kindes-Herztöne während der Geburt überwacht.

Im MRT gibt es keine schädliche Strahlung für Mutter oder Kind.
Das Bild entsteht über ein starkes Magnetfeld. „Wir mussten gewährleisten,
dass in dem starken Magnetfeld trotzdem ein CTG zur Herztonkontrolle des Kindes funktioniert“,
sagte Projektleiter Felix Güttler. Das Kernspingerät selbst ist keine Röhre,
sondern ähnelt einem riesigen, offenen Sandwich.
Die Mutter konnte sich während der Anfangsphase der Geburt frei bewegen
und musste sich erst zum Schluss in den Kernspintomographen legen.

Trotz der unkomfortablen Bedingungen, zu denen auch das Tragen eines Gehörschutzes zählte,
bestand bei den werdenden Müttern der Charité großes Interesse.

Für die Geburt im Dienst der Wissenschaft wurde ihnen eine kleine Entschädigung
„im unteren dreistelligen Bereich“ gezahlt. Um die Lärmbelastung für das Baby möglichst gering zu halten,
wurde das Gerät abgeschaltet, sobald die schalldämpfende Fruchtblase geplatzt war und der Kopf ins Freie trat.

„Wir wollen natürlich künftig nicht alle Frauen ins MRT schicken“, betonte Professor Beinder.

Zunächst ist geplant, fünf weitere Geburten aufzuzeichnen.
Das gesamte Verständnis der Geburtsmechanik gehe seit dem 19. Jahrhundert immer noch auf Tastbefunde zurück.
Bisher wurden nur vereinzelt während einer Geburt in Notfällen Röntgenaufnahmen gemacht.
Jetzt konnten die Ärzte erstmals genau sehen, wie sich das Kind in den Geburtskanal einpasst.

Quelle
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